Was kann man tun, damit man nicht abgeschleppt wird? Wer schon einmal in diese unangenehme Situation geraten ist, weiss: Abgeschleppt zu werden ist nicht nur ärgerlich, sondern geht auch schnell ins Geld. Neben den eigentlichen Abschleppkosten kommen häufig noch Bussgelder, Verwaltungsgebühren und zusätzlicher Zeitaufwand hinzu. Besonders bitter wird es, wenn man sich keiner Schuld bewusst ist – und dennoch plötzlich ohne Auto dasteht.
Dabei ist es in vielen Fällen gar nicht schwer, solche Situationen zu vermeiden. Mit einem geschulten Blick für Schilder, ein wenig Hintergrundwissen zu den häufigsten Abschleppgründen und der richtigen Vorbereitung lässt sich das Risiko deutlich senken. Genau hier setzt dieser Ratgeber an: Wir zeigen Ihnen fünf praktische Tipps, wie Sie nicht abgeschleppt werden, und erläutern, wie Sie sich im Alltag möglichst stressfrei und regelkonform durch den Parkraum bewegen.
Ob in der Grossstadt mit ständig wechselnden Halteverboten, im Wohngebiet mit Anwohnerzonen oder beim schnellen Einkauf auf einem Supermarktparkplatz – wer aufmerksam bleibt und einige Grundregeln beachtet, spart sich nicht nur Geld und Ärger, sondern trägt auch zu einem geordneten Miteinander im Strassenverkehr bei.
1. Verbotsschilder richtig deuten
Einer der häufigsten Gründe, warum Fahrzeuge abgeschleppt werden, liegt in der Missachtung von Verkehrsschildern. Besonders tückisch sind dabei Halteverbote, temporäre Parkverbote aufgrund von Baustellen oder Umzügen sowie klar markierte Feuerwehrzufahrten. Oft werden diese Schilder entweder übersehen oder schlicht falsch interpretiert. Das kann schnell teuer werden – denn wer hier parkt, obwohl er es nicht darf, muss mit einem Abschleppvorgang und entsprechenden Zusatzkosten rechnen.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist Aufmerksamkeit gefragt. Wer bewusst auf die Beschilderung achtet, ist klar im Vorteil. Besonders wichtig sind Zusatzschilder mit Zeitangaben, die genau festlegen, wann ein Parkverbot gilt – beispielsweise nur an Werktagen oder zu bestimmten Uhrzeiten. Ein Halteverbot von Montag bis Freitag zwischen 7 und 17 Uhr ist eben nicht automatisch am Wochenende gültig – oder umgekehrt.
Kurz gesagt: Wer die Augen offen hält, Schilder aufmerksam liest und sich bei Unsicherheit lieber doppelt informiert, fährt sicher – und bleibt dort, wo das Auto hingehört: auf dem Parkplatz, nicht im Abschlepphof.
2. Anwohnerparkplätze sind tabu, wenn Sie nicht abgeschleppt werden wollen
In vielen Städten und Gemeinden herrscht akuter Parkraummangel, besonders in dicht besiedelten Wohngebieten. Um die Parkplatzsituation für die Anwohner erträglicher zu gestalten, wurden vielerorts sogenannte Anwohnerparkzonen eingerichtet. Diese Bereiche dürfen ausschliesslich von Personen genutzt werden, die über eine gültige Anwohnerparkkarte verfügen. Das Problem: Die Schilder sind zwar gut sichtbar angebracht, doch trotzdem werden die Regeln häufig missachtet.
Dabei drohen empfindliche Konsequenzen. Das Parken ohne Berechtigung in einer solchen Zone gilt nicht nur als Ordnungswidrigkeit, sondern kann auch sofort zum Abschleppen führen. Gerade dann, wenn der Parkplatz dringend für Anwohner benötigt wird oder gezielt kontrolliert wird, etwa am Abend oder an Wochenenden. Besonders riskant ist es, wenn man sein Auto für längere Zeit – etwa über Nacht oder während des Urlaubs – dort abstellt.
3. Einmal im Monat an die Strassenreinigung denken
Gerade in ruhigen Wohnstrassen, in denen man sein Auto über längere Zeiträume abstellt, wird ein wichtiger Aspekt häufig übersehen: die regelmässige Strassenreinigung. Viele Städte und Gemeinden führen in bestimmten Intervallen – oft einmal im Monat – eine maschinelle Reinigung durch. Zu diesem Zweck werden betroffene Strassenabschnitte temporär mit Halteverbotsschildern versehen. Wer diese Termine nicht beachtet und sein Fahrzeug trotzdem dort stehen lässt, riskiert nicht nur ein Bussgeld, sondern auch das sofortige Abschleppen.
Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, lohnt es sich, vorausschauend zu planen. Tragen Sie sich die Termine der Strassenreinigung direkt in Ihren Kalender ein, insbesondere wenn Sie regelmässig in solchen Gebieten parken. Auch ein kurzer Blick auf die Hinweisschilder am Strassenrand kann entscheidend sein. Besonders dann, wenn Sie Ihr Auto über mehrere Tage hinweg an derselben Stelle stehen lassen.
Einmal übersehen und das Fahrzeug ist weg. Deshalb gilt: Lieber einmal mehr kontrollieren als einmal zu viel abgeschleppt werden.
4. Auf Privatgrundstücken oder Einfahrten abgeschleppt werden
Wer sein Fahrzeug ohne ausdrückliche Erlaubnis auf einem Privatgrundstück oder in einer Einfahrt abstellt, bewegt sich auf rechtlich dünnem Eis. Ganz egal, ob es sich um den Parkplatz eines Supermarkts, eine private Zufahrt oder einen Behindertenparkplatz handelt – wer hier unbefugt parkt, wird sofort und ohne Vorwarnung abgeschleppt. Eigentümer oder Berechtigte haben das Recht, Fahrzeuge, die unbefugt auf ihrem Grundstück stehen, auf eigene Kosten abschleppen zu lassen. Dabei ist es nicht erforderlich, den Fahrzeughalter vorab zu kontaktieren oder eine Wartefrist einzuhalten.
Besonders streng wird in sensiblen Bereichen wie Behindertenparkplätzen oder Feuerwehrzufahrten kontrolliert. Hier drohen neben dem Abschleppen oft noch zusätzliche Bussgelder und Punkte in Flensburg. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte also grundsätzlich nur dort parken, wo es eindeutig erlaubt ist.
5. Smart parken in Zürich – mit den richtigen Apps sicher durch die Stadt
In Zürich kann es je nach Tageszeit und Quartier schwierig werden, einen legalen Parkplatz zu finden – und wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert schnell eine Busse oder das Abschleppen. Um dem vorzubeugen, lohnt sich der Einsatz moderner Park-Apps, die in der Stadt Zürich offiziell zugelassen sind.
Zürich unterstützt derzeit folgende Park-Apps:
- Parkingpay
- EasyPark
- TWINT Parking
Alle drei Apps erlauben Ihnen, den Parkplatz direkt per Smartphone zu bezahlen, die Parkzeit flexibel zu starten und zu beenden sowie Erinnerungen zu aktivieren. Das ist besonders hilfreich in Zonen mit zeitlicher Begrenzung oder hoher Kontrolle durch das Ordnungsamt. Diese Apps funktionieren in nahezu allen bewirtschafteten Parkzonen der Stadt Zürich, insbesondere in den folgenden Gebieten und Strassen:
Kreis 1 (Altstadt / Innenstadt)
Rund um den Bahnhofstrasse, Bellevue, Limmatquai oder die Universität Zürich – hier sind Kurzzeitparkplätze häufig kontrolliert, und das Parkieren ohne digitales Ticket kann teuer werden.
Kreis 4 und 5 (Langstrasse, Industriequartier)
Parkplätze in der Langstrasse, Hardplatz oder Josefstrasse sind stark frequentiert – digitales Parkieren ist hier besonders komfortabel.
Kreis 6 (Unterstrass / Oberstrass)
In Wohnstrassen wie der Röslistrasse oder der Turnerstrasse befinden sich zahlreiche blaue Zonen, die mit Anwohnerbewilligung oder über Apps genutzt werden können.
Kreis 8 (Seefeld)
Entlang der Dufourstrasse, Feldeggstrasse oder beim Zürichhorn ist Parkraum knapp – hier empfiehlt sich unbedingt das rechtzeitige digitale Lösen eines Tickets.
Kreis 3 & 10 (Wiedikon, Höngg, Albisrieden)
Auch in Randquartieren wie der Birmensdorferstrasse, Waidbadstrasse oder Im Wingert ist die App-Nutzung in blauen und weissen Zonen etabliert.
Achtsamkeit spart Zeit, Geld und Nerven
Ob temporäres Halteverbot, Anwohnerparkzone, Einfahrt oder Supermarktparkplatz – es sind oft nur kleine Unaufmerksamkeiten, die schnell zu einem teuren Abschleppvorgang führen können. Doch genau das lässt sich mit einem bewussten und umsichtigen Verhalten im Alltag leicht vermeiden. Wer regelmässig die Beschilderung prüft, sich über örtliche Regeln informiert und moderne Park-Apps nutzt, schafft die besten Voraussetzungen, um nicht abgeschleppt zu werden.
Gerade in Städten mit begrenztem Parkraum ist es wichtig, das eigene Fahrzeug nicht einfach irgendwo „abzustellen. Ein kurzer Blick auf Zusatzschilder, temporäre Verbotszonen oder die App-Benachrichtigung kann oft den entscheidenden Unterschied machen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit, Nerven und im schlimmsten Fall den Weg zum nächsten Abschlepphof.
Und wenn es doch einmal passiert? Keine Panik. Bleiben Sie ruhig und handeln Sie überlegt. In Zürich und Umgebung können Sie sich auf schnelle und kompetente Hilfe verlassen. Jetzt den Abschleppdienst Zürich kontaktieren – Ihr Ansprechpartner, wenn’s mal wirklich brenzlig wird.